Hallo TUXEDO-Fans und Open-Source-Enthusiasten!
Künstliche Intelligenz soll beim Programmieren helfen – doch was passiert, wenn ein Projekt KI-generierte Beiträge möglichst zuverlässig erkennen möchte? Beim NetworkManager greifen die Entwickler zu einem ungewöhnlichen Trick: Eine versteckte Anweisung fordert KI-Agenten auf, das ungewöhnliche Wort „biblioklept“ in ihre Beiträge einzubauen.
Das Wort dient dabei als Canary, also als bewusst gesetztes Erkennungsmerkmal. Taucht es in Commit-Nachrichten, Merge-Requests oder Review-Antworten auf, lässt sich automatisiert erkennen, dass ein KI-Agent den Anweisungen gefolgt ist. Phoronix berichtet ausführlich über den ungewöhnlichen Ansatz und die dahinterstehende KI-Richtlinie des Projekts.
Ganz ohne KI werfen wir in dieser Ausgabe einen Blick auf Audacity 4.0 und die komplett überarbeitete Oberfläche auf Qt-Basis. Außerdem zeigen wir, wie Sie mit dem Plasma Audio Visualizer einen animierten Audio-Visualizer auf Ihrem TUXEDO OS Desktop einrichten und welche Möglichkeiten das Widget für die Darstellung von Musik bietet.
Viel Spaß beim Lesen,
Das TUXEDO OS Team
Hinweis: Mit der TWIX-Reihe halten wir Sie über die neuesten Entwicklungen rund um TUXEDO OS auf dem Laufenden. Darüber hinaus stellen wir Ihnen interessante Anwendungen sowie praktische Tipps und Tricks für den KDE-Desktop und TUXEDO OS vor. Gleichzeitig lebt TWIX von Ihrem Feedback: Wir freuen uns über Anregungen, Themenvorschläge und Verbesserungsideen. Nutzen Sie dafür gerne unseren TWIX-Thread auf Reddit , über den Sie uns direkt erreichen können. Selbstverständlich können Sie uns auch jederzeit über unsere anderen Social-Media-Kanäle kontaktieren.
Updates in TUXEDO OS
Plasma 6.6.6
VSCodium 1.135.06055
Firefox 2:155.0.1~tux1
KDE-App der Woche: Audacity 4.0 jetzt auf Qt-Basis
Mit Audacity 4.0 erhält der beliebte freie Audioeditor eine umfassende Überarbeitung. Die auffälligste Neuerung ist die komplett neu entwickelte Oberfläche auf Basis von Qt. Dadurch soll Audacity unter anderem auf hochauflösenden Displays sauber skalieren. Gleichzeitig wurde die Bearbeitung von Audio-Clips grundlegend neu gedacht.
Statt zwischen verschiedenen Werkzeugmodi zu wechseln, lassen sich Clips nun direkt auswählen und bearbeiten. Mehrere Clips können gemeinsam markiert, verschoben, zugeschnitten oder per Time-Stretching in der Länge verändert werden. Clips lassen sich außerdem gruppieren und dadurch gemeinsam verschieben, kopieren oder duplizieren. Auch das Verschieben zwischen Mono- und Stereospuren ist möglich.
Die neue Version 4.0 von Audacity lässt sich unter TUXEDO OS komfortabel als AppImage nutzen – ohne Installation und unabhängig von den Systembibliotheken.
Für das Teilen von Clips gibt es jetzt ein eigenes Werkzeug. Mit gedrückter Taste S kann direkt in die Wellenform oder auf den Clip-Kopf geklickt werden. Weitere Befehle ermöglichen beispielsweise das Aufteilen an stillen Stellen oder das Verschieben eines geteilten Bereichs in eine neue Spur.
Arbeitsbereiche nach Wunsch
Auch die Oberfläche lässt sich wesentlich stärker an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Werkzeugleisten und Panels können verschoben, angedockt oder frei platziert sowie ein- und ausgeblendet werden. Die eigene Anordnung lässt sich als Workspace speichern. Audacity bringt dafür bereits die Arbeitsbereiche Modern , Classic und Music mit.
Neugierig? Wie sieht die neue Oberfläche von Audacity 4.0 in der Praxis aus? Das offizielle Release-Video zeigt die wichtigsten Neuerungen direkt im Einsatz. Zu sehen sind unter anderem das neue Clip-Bearbeitungsmodell, die überarbeitete Oberfläche, Workspaces sowie Verbesserungen bei Effekten und der Audiobearbeitung.
Hinzu kommen helle, dunkle und kontrastreiche Themes, Akzent- und Spurfarben sowie verschiedene Darstellungen für Clips. Ein neuer Startbildschirm zeigt zuletzt verwendete Projekte mit Vorschaubildern. Die Bedienelemente für Spuren und Effekte wurden ebenfalls vereinheitlicht: Parameter werden über Drehregler verändert, die sich fein justieren und per Doppelklick zurücksetzen lassen.
Durch den Wechsel auf das Qt-Framework bietet Audacity 4.0 nun vielfältige Themes sowie flexible Arbeitsbereiche und lässt sich damit deutlich besser an persönliche Vorlieben anpassen.
Bei Wiedergabe und Aufnahme gibt es ebenfalls Neuerungen. Der Abspielkopf bleibt beim Navigieren sichtbar und kann direkt an eine andere Position gezogen werden. Aufnahmen können an beliebiger Stelle der Zeitleiste beginnen und erzeugen dort einen neuen Clip. Auch Loop-Wiedergabe, Punch and Roll, Latenzausgleich und Software-Monitoring wurden überarbeitet.
Neues Projektformat
Mit Audacity 4.0 kommt außerdem das neue Projektformat .aup4 . Projekte aus Audacity 3 im Format .aup3 lassen sich weiterhin öffnen und werden bei Bedarf in das neue Format konvertiert. Das ursprüngliche .aup3 -Projekt bleibt dabei erhalten. Ein konvertiertes Projekt kann allerdings nicht wieder als .aup3 gespeichert werden.
Wer Projekte zwischen Audacity 3 und 4 austauschen möchte, sollte daher vor der Konvertierung eine Kopie des alten Projekts behalten. Die neue Projektdatei enthält neben den Audiodaten zusätzliche Informationen, etwa Vorschaubilder sowie Daten zur Darstellung von Clips und Oberfläche.
Noch nicht vollständig
Allerdings ist Audacity 4.0 noch nicht in allen Bereichen auf dem Funktionsstand der 3.x-Serie. Unter anderem fehlen momentan Zeitspuren, MIDI-/Notenspuren, der Mixer, der Macro Manager samt Scripting Pipe sowie VAMP- und LADSPA-Plugin-Hosting. Auch einige Export- und Rendering-Funktionen, Analysewerkzeuge und Effekte fehlen noch.
Die Entwickler wollen diese Funktionen in kommenden Versionen ergänzen. Für viele typische Aufgaben rund um Sprachaufnahmen, Podcasts, Musik und Audiobearbeitung bietet Audacity 4 dennoch bereits einen umfangreichen Funktionsumfang. Unterstützt werden unter anderem VST3 und Nyquist sowie unter Linux zusätzlich LV2.
Installation unter TUXEDO OS
Für TUXEDO OS bietet sich derzeit besonders das AppImage von Audacity an. Dabei handelt es sich um ein eigenständiges Programmpaket, das die benötigten Dateien bereits mitbringt und nicht klassisch über die Paketverwaltung installiert werden muss. So lässt sich Audacity 4 unabhängig von der installierten Systemversion ausprobieren.
Besonders komfortabel gelingt die Einrichtung mit Gear Lever . Die freie Anwendung verwaltet AppImages und kann sie unter anderem mit einem Eintrag im Anwendungsmenü des Desktops versehen. Nach dem Herunterladen des Audacity-AppImages lässt es sich über Gear Lever hinzufügen und anschließend wie eine regulär installierte Anwendung starten.
Das AppImage eignet sich auch deshalb gut, wenn Audacity 4 zunächst ausprobiert werden soll, ohne eine vorhandene Audacity-Installation zu ersetzen. Wer Projekte mit Audacity 3 weiterbearbeiten muss, kann so beide Versionen parallel verwenden. Vor der Konvertierung von .aup3 -Projekten sollte trotzdem eine Sicherung angelegt werden.
Info: Sie interessieren sich für die Entwicklung von KDE Plasma und möchten wissen, welche neuen Funktionen in Planung sind und welche Programme kürzlich aktualisiert wurden? Einen ausführlichen Überblick finden Sie in der wöchentlich erscheinenden Kolumne This week in Plasma von KDE-Entwickler Nate Graham.
TUXEDO OS Tipps & Tricks: Plasma Audio Visualizer
Mit dem Plasma Audio Visualizer lässt sich Ihr KDE-Plasma-Desktop um einen animierten Audio-Visualizer erweitern. Das Widget greift auf den plattformübergreifenden Audio-Visualizer CAVA zurück und stellt die aktuell abgespielte Musik als animierte Balken, Wellenformen oder geometrische Muster direkt auf Ihrem Desktop dar.
Der Plasma Audio Visualizer bringt Bewegung auf den Desktop und stellt die aktuell wiedergegebene Musik als animierte Balken und Wellenformen dar.
Neben Balken und Wellenformen bietet der Plasma Audio Visualizer zahlreiche weitere Darstellungsstile, darunter kreisförmige Visualisierungen und geometrische Formen.
Weniger Langeweile auf dem Desktop
Die aktuelle Version bringt zahlreiche kleinere Verbesserungen und neue Darstellungsmöglichkeiten. Neben den bisherigen Visualisierungen stehen für den Wave-Stil nun auch Quadrate und Dreiecke zur Verfügung. Außerdem unterstützt das Widget den neuen Waveform-Modus von CAVA und kann die Wellenform innerhalb eines Kreises darstellen.
Besonders interessant sind die verschiedenen Darstellungsmodi. Balken und Blöcke können beispielsweise kreisförmig angeordnet werden. Farben, Abstände und weitere Parameter können Sie individuell anpassen. Einige Optionen werden abhängig vom gewählten Visualisierungsstil automatisch deaktiviert, wenn sie dort nicht unterstützt werden.
Installation unter TUXEDO OS
Für die Nutzung benötigen Sie zunächst CAVA. Unter TUXEDO OS können Sie die benötigte Software bequem über das Terminal installieren:
sudo apt install cava qt6-websockets-dev python3-websockets
Anschließend können Sie das Widget direkt über die Plasma-Widget-Auswahl installieren:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop.
Wählen Sie Bearbeitungsmodus starten .
Öffnen Sie Miniprogramme hinzufügen oder verwalten… .
Klicken Sie auf Neue holen… und anschließend auf Neue Miniprogramme herunterladen .
Suchen Sie nach Audio Visualizer .
Installieren Sie den Plasma Audio Visualizer und fügen Sie ihn anschließend zum Desktop hinzu.
Den Quellcode des Projekts finden Sie auf GitHub .
Sicherheits-Updates Ubuntu
Die hier aufgeführten Sicherheits-Updates von Ubuntu fließen in der Regel direkt in TUXEDO OS ein. Ausgewählte Updates stehen seitens Ubuntu nur gegen Bezahlung zur Verfügung und damit der Community erst zu einem späteren Zeitpunkt. Hierauf haben wir keinen Einfluss:
USN-8747–1: Beets vulnerability : Es wurde entdeckt, dass Beets nicht vertrauenswürdige Medienmetadaten in seiner Weboberfläche nicht korrekt maskierte. Ein Angreifer könnte diese Schwachstelle möglicherweise ausnutzen, um…
IDs: CVE-2026–42052
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04, Ubuntu 20.04, Ubuntu 18.04, Ubuntu 16.04
USN-8745–1: KissFFT vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass KissFFT bestimmte große Größen für Fourier-Transformationen auf 32-Bit-Architekturen nicht korrekt verarbeitete. Ein Angreifer könnte dies möglicherweise ausnutzen, um…
IDs: CVE-2026–41445, CVE-2025–34297
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04
USN-8748–1: Linux kernel (NVIDIA) vulnerabilities : Mehrere Sicherheitsprobleme wurden im Linux-Kernel entdeckt. Ein Angreifer könnte diese möglicherweise ausnutzen, um das System zu kompromittieren. Dieses Update behebt…
IDs: CVE-2026–53215, CVE-2026–52955, CVE-2026–53055, CVE-2026–53002 und 23 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04
USN-8744–1: Python vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass das Modul http.cookies von Python Steuerzeichen bei bestimmten Cookie-Operationen nicht korrekt verarbeitete. Ein Angreifer könnte möglicherweise…
IDs: CVE-2026–3644, CVE-2026–4360, CVE-2026–6019, CVE-2026–4224 und 1 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04, Ubuntu 20.04, Ubuntu 18.04, Ubuntu 16.04, Ubuntu 14.04
USN-8743–1: PHP vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass PHP das Maskieren von Backslashes in der PostgreSQL-Erweiterung nicht korrekt verarbeitete. Ein Angreifer könnte diese Schwachstelle ausnutzen, um SQL…
IDs: CVE-2026–17544, CVE-2026–7260, CVE-2026–17543
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04
USN-8737–2: GNU C Library vulnerabilities : USN-8737–1 behob Schwachstellen in der GNU C Library. Dieses Update stellt die entsprechenden Korrekturen für Ubuntu 24.04 LTS bereit. Details zur ursprünglichen Sicherheitsmeldung: Es…
IDs: CVE-2026–77117, CVE-2026–19499, CVE-2026–6791, CVE-2026–19542 und 2 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04
USN-8742–1: Netty vulnerability : Es wurde entdeckt, dass Netty die Zuständigkeit von NS-Einträgen nicht korrekt validiert. Ein Angreifer könnte diese Schwachstelle möglicherweise ausnutzen, um DNS-Cache…
IDs: CVE-2026–47691
Betrifft: Ubuntu 24.04
USN-8741–1: Flatpak vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass Flatpak Pfade in sandbox-expose-Optionen nicht korrekt validierte. Eine bösartige oder kompromittierte Flatpak-App könnte dies ausnutzen…
IDs: CVE-2026–34079, CVE-2026–34078
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 22.04, Ubuntu 20.04, Ubuntu 18.04
USN-8740–1: .NET vulnerabilities : Weeraphat Srisutham entdeckte, dass der .NET Watch BrowserRefreshServer Cross-Origin-WebSocket-Verbindungen nicht korrekt validierte. Ein Angreifer…
IDs: CVE-2026–58649, CVE-2026–69806
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04
USN-8732–1: Minetest vulnerability : Es wurde entdeckt, dass Minetest die Lua-Sandbox-Umgebung bei Verwendung von LuaJIT nicht korrekt bereinigte. Ein bösartiger Mod könnte die Sandbox verlassen und…
IDs: CVE-2026–41196
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 22.04, Ubuntu 20.04
USN-8731–1: MiniUPnPd vulnerability : Es wurde entdeckt, dass MiniUPnPd beim Parsen des SOAPAction-Headers eine Schwachstelle durch einen Integer-Unterlauf aufwies. Ein Angreifer aus der Ferne könnte dies ausnutzen, um…
IDs: CVE-2026–5720
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Ubuntu 22.04, Ubuntu 20.04, Ubuntu 18.04, Ubuntu 16.04
USN-8729–1: Linux kernel vulnerabilities : Mehrere Sicherheitsprobleme wurden im Linux-Kernel entdeckt. Ein Angreifer könnte diese möglicherweise ausnutzen, um das System zu kompromittieren. Dieses Update behebt…
IDs: CVE-2026–64182, CVE-2026–64127, CVE-2026–64097, CVE-2026–64056 und 93 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 22.04
USN-8728–1: Linux kernel (GCP) vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass einige Arm-Prozessoren eine Broadcast-Invalidierung des Translation Lookaside Buffers (TLB) abschließen konnten, bevor vorgenommene Speicherzugriffe…
IDs: CVE-2026–52938, CVE-2026–63881, CVE-2026–63896, CVE-2026–63811 und 1413 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04
USN-8726–1: Linux kernel vulnerabilities : Es wurde entdeckt, dass einige Arm-Prozessoren eine Broadcast-Invalidierung des Translation Lookaside Buffers (TLB) abschließen konnten, bevor vorgenommene Speicherzugriffe…
IDs: CVE-2026–64504, CVE-2026–64244, CVE-2026–52938, CVE-2026–64296 und 547 weitere
Betrifft: Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04